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Abschaffung des Obligatoriums kommt vors Volk

Abschaffung der Hundekurse – Zürcher Volk hat das letzte Wort

Die obligatorischen Hundekurse kommen im Kanton Zürich vors Volk. 62 Mitglieder des Kantonsrates haben am Montag das Behördenreferendum gegen die Abschaffung dieser Kurse eingereicht. Sie wollen die Kurse – zumindest teilweise – beibehalten.

Diese Kurse ganz abzuschaffen, komme nicht in Frage. Reduzieren ja, aber ein kompletter Verzicht sei falsch, sagte SP-Kantonsrat Markus Späth (Feuerthalen) am Rande der Ratsdebatte. 62 Parlamentarierinnen und Parlamentarier hätten deshalb das Behördenreferendum gegen diese Änderung des Hundegesetzes unterschrieben. Nötig gewesen sind 60.

Lanciert wurde das Referendum von der SP. Die Unterstützung kommt aber auch von EVP, BDP, EDU und einem Teil der GLP.

Ende Mai entschied der Kantonsrat, dass Halter von grossen und massigen Hunden von den für sie obligatorischen Kursen befreit werden. Bislang enthielt das Zürcher Hundegesetz den Passus, dass Halter von ebensolchen Hunden eine anerkannte praktische Hundeausbildung besuchen müssen.

Dies betraf praktisch jedes zweite Frauchen und Herrchen. Rund 50 Prozent der im Kanton lebenden Hunde fällt in diese Rassetypenliste. Als Antwort auf eine Motion, welche die Abschaffung der Kurse forderte, stellte der Regierungsrat eine Lockerung in Aussicht: Es sollten nur noch Personen, die erstmals einen Hund dieser Rassetypenliste halten, zum Kursbesuch verpflichtet werden.

Dies ging einer Mehrheit des bürgerlich dominierten Kantonsrates aber immer noch zu weit. Die Zahl der Beissvorfälle sei trotz der obligatorischen Kurse nicht zurückgegangen. Und wer verantwortungsvoll sei, der besuche derartige Kurse auch ohne Zwang, wurde argumentiert. Die Kurse wurden deshalb komplett gestrichen.

Pitbull und Bullterrier verboten

Auch ohne obligatorische Kurse für grosse und massige Hunde hätte Zürich eines der härteren Hundegesetze der Schweiz. Es wurde nach einem tragischen Todesfall, bei dem drei Pitbulls im Dezember 2005 in Oberglatt einen Sechsjährigen totgebissen hatten, verschärft.

Seither dürfen im Kanton Zürich keine Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential - vor allem Kampfhunde – gehalten oder gezüchtet werden. Seit 2010 existiert eine Liste mit verbotenen Rassen, darauf sind etwa Pitbulls und Bullterrier. (pst/sda)

Erstellt: 11.06.2018, 13:10 Uhr www.landbote.ch

Nationales Hundehalter Brevet (NHB)

Happy Dog biete demnächst Kurse für's Nationales Hundehalter Brevet an. Der Kurs besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Doch was lernt der verantwortungsvolle Hundehalter dabei?

NHB Theorie

Das Richtziel des Theoriekurses ist die Sensibilisierung zukünftiger oder aktueller Hundehalter für eine tierschutzkonforme, tiergerechte und Umwelt- bzw. gesellschaftsverträgliche Hundehaltung.

Der Theoriekurs vermittelt Grundkenntnisse in den Bereichen:
Recht, Hundekauf, Hundehandel, tierspezifische Bedürnisse, rasse-
typische Verwendungszwecke, Sozialverhalten, Fütterung, Betreuungsaufwand sowie tiergerechte Haltung etc.

NHB Praxis

Das Richtziel des Praxiskurses ist es, den Hundehaltern praktische Kompetenzen zu vermitteln, ihre Hunde tiergerecht zu erziehen, rücksichtsvoll zu führen und deren wichtigste Ausdrucks- und Verhaltensweisen zu erkennen, zu verstehen und zu berücksichtigen.

Im Praxiskurs werden praktische Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt,

Aussteigen aus dem Auto oder Verlassen eines engen Raumes

  • Korrektes Ausladen des Hundes aus dem Auto oder Verlassen eines engen Raumes. Der Hund wartet, bis er das Kommando zum Aussteigen/Herausheben oder Verlassen des Raumes bekommt. Der Hund zeigt keine Aggression gegenüber dem Hundeführer oder den Prüfungsexperten.

Maulkorb, Verbinden einer Pfote

  • Der Hundeführer zeigt an einem Modellhund wie ein Notfallmaulkorb korrekt angelegt wird. Anschliessend erhält der HF einen Gittermaulkorb. Der Hundeführer zieht seinem Hund den Gittermaulkorb an. Der Hund verhält sich ruhig. Es darf ein eigener, zugelassener Maulkorb mitgebracht werden. 
  • Der Hundeführer verbindet die Pfote seines Hundes. Der Hund lässt dies ohne Aggression zu.

Leinenlaufen Anhalten/Sitzen Warten/Bleiben

  • Der Hund folgt dem Hundeführer angeleint ohne zu zerren. Der Hund wartet im Sitz am Ausgangspunkt, während der Hundeführer ohne ihn das Viereck umgeht. Dann nimmt der Führer seinen Hund über zwei Schenkel des Vierecks mit und lässt diesen dann wieder im Platz warten. Der Führer umgeht das Viereck erneut ohne den Hund. Der Hund wartet ruhig, bis der Führer wieder bei ihm ist. 
  • Wenn er wieder beim Hund ist, nimmt er den Hund mit dem Kommando Sitz an.

Spielen (Kooperativität, Selbstbeherrschung Beruhigungsphase)

  • Der Hundeführer spielt mit einem Gegenstand mit dem Hund Auf Anweisung des Prüfers, nimmt der Führer dem Hund in Verbindung mit dem Kommando («Aus», «Gib» o.ä.) den Gegenstand weg. Der Hund lässt dies geschehen, ohne zu knurren oder nachzuschnappen.

Abrufen des Hundes bei Begegnung mit Jogger/Radfahrer

  • Der Hundeführer geht mit seinem unangeleinten Hund auf einer zugewiesenen Strecke spazieren. Ein Jogger/Radfahrer kommt ihnen entgegen. Der Führer ruft seinen Hund zu sich und leint ihn an, bevor der Jogger/Radfahrer ihn erreicht hat.
  • Der Führer geht mit angeleintem Hund am Jogger/Radfahrer vorbei, ohne dass der Hund den Jogger/Radfahrer belästigt. Nach dem Kreuzen des H/HF-Teams wird der Hund wieder losgeleint und der HF geht in der ursprünglichen Richtung weiter. Der Hund darf keine Anstalten zeigen, dem Jogger/Radfahrer zu folgen

Körperpflege, Zähne, Ohren, etc. untersuchen lassen, Kontrolle Chip

  • Der Hundeführer kommt mit angeleintem Hund zum Tisch. Er begrüsst den Prüfungsexperten und hebt den Hund korrekt auf den Tisch. Um grossen, schweren Hunden das Aufsteigen zu erleichtern, wird bei Bedarf ein kleiner Tisch (oder eine Rampe) bereitgestellt. Der Hundeführer muss das Festhalten (Fixieren) mind. 10 Sekunden zeigen. Der Hund ist ruhig auf dem Tisch, im Sitz, Platz oder Steh.
  • Der Experte kontrolliert die Chipnummer und lässt sich die Ohren und die Zähne des Hundes zeigen. Der Führer zeigt auch zwei Pfoten indem er sie anhebt, leicht knetet und die Zehen spreizt (mind. eine Hinter- und eine Vorderpfote). Der Hund lässt dies ohne Aggression und Nervosität zu. Zum Schluss hebt der Führer seinen Hund wieder korrekt vom Tisch.

Kreuzen eines Passanten mit Kinderwagen

  • Das HF/H-Team kreuzt einen Passanten mit Kinderwagen. Darin befindet sich eine Puppe, die schreit.
  • Der Hund verhält sich ruhig. Er reagiert nicht aggressiv auf den Passanten und den Kinderwagen.

Abrufen unter Ablenkung

  • Der Hund wartet an einem markierten Punkt. Der Hundeführer begibt sich an eine zweite Markierung. Um ihn herum bewegen sich Menschen. Er ruft seinen Hund ab, dieser kommt zu ihm, ohne die fremden Personen zu belästigen.

Restaurantbesuch

  • Der Hundeführer setzt sich mit seinem Hund an einen gekennzeichneten Tisch in einem Restaurant ähnlichen Raum. Er lässt den Hund neben sich abliegen und bestellt. Eine zweite Person geht, nach einer Wartezeit von ca. 4 Minuten, mit angeleintem Hund vorbei und setzt sich an einen etwas entfernten Tisch. Der zu prüfende Hund verhällt sich ruhig, er zeigt keine Aggression gegenüber dem Hund oder fremder Personen. Ca. 2 Minuten, nachdem sich die zweite Person gesetzt hat, steht der Führer auf und verlässt ruhig mit angeleintem Hund der Raum.

Begegnung mit fremden Hunden

  • Auf ein Kommando gehen beide Hundeführer mit angeleinten Hunden los und begegnen sich in der Mitte, sie bleiben stehen und unterhalten sich kurz. Der zu prüfende Hund verhält sich nicht aggressiv gegen dem andern Hund und seinem Besitzer. Der zu prüfende Hund trägt ev. den Gittermaulkorb.

Strasse überqueren

  • Der Hund wartet an der Leine korrekt an der Strasse, bis er das Zeichen seines Führers zum Losgehen erhält. Auf der gegenüberliegenden Seite zeigt der Hund erneut ein korrektes Warten. Der Hund wartet ruhig und zieht nicht an der Leine beim Überqueren.

Gesamteindruck Mensch-Hund Beziehung, Handling

  • Hier soll die Körpersprache vom Hundeführer und dem Hund sowie die Bindung (Vertrauen) eingeschätzt werden.

Wichtige Änderungen für Hundehaltende

Am 4. Januar 2016 wird Anis durch eine neue Hundedatenbank Amicus abgelöst (www.amicus.ch). Ab 2016 werden die Gemeinden für die Erfassung der Personendaten der Ersthundehaltenden verantwortlich sein. Das heisst, Ersthundehaltende müssen ihre Personendaten von der Gemeinde registrieren lassen, bevor sie einen Hund übernehmenDetaillierte Informationen sowie einen Flyer für Hundehaltende zum herunterladen finden Sie auf der Website von www.amicus.ch

Die Hundeschule HAPPY DOG ist Mitglied des Verband Schweizer Hundeschulen (VSH).

Der Verband unterstützt Hundeschulen, die sich mit Hunden und dessen Ausbildung beschäftigen. Er bietet ihnen ein einheitliches, schweizweites Aus- und Weiterbildungs-Angebot. Ziele des Verbandes sind unter anderem die Standardisierung der Ausbildung sowie die Vertretung der Hundeschulen gegenüber der Öffentlichkeit.

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